Dec 152011
 

Nach genau sieben Wochen durch sieben Länder war ich in Istanbul. Diese ‘Stadt, die keinen Namen braucht’. Sie lag schillernd vor mir da, dort am Ufer des Bosphorus. Türkische Musik, Rufe der Händler schallten durch die Straßen, Lichter umschwirrten mich und ständig lag ein neuer Duft in der Luft.

Mein Plan war mir in Istanbul einen Job zu suchen, um den Winter in dieser Stadt zu verbringen. Dabei wollte ich ausgiebig soziale Netzwerke wie Couchsurfing nutzen. Diese bieten einen guten Einstieg in eine vibrierende Metropole wie Istanbul. Man profitiert nämlich von der Erfahrung der Locals.
Ich war gespannt: Welche Möglichkeiten würde mir diese Stadt öffnen? Welchen exzentrischen Großstadtbewohnern würde ich wohl begegnen?
Doch von vorne:

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Nachts um zwei kommt auch das geschäftige Ufer Eminönüs am Goldenen Horn zur Ruhe. Ein Fischbrotverkäufer (Balık Ekmek) säubert seinen Stand.

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Beim Warten auf meinen nächsten CouchSurfing-Host lernte ich dieses Pärchen kennen. Sie erholten sich bei einem Kaffee von ihrem Arbeitstag.

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Einer meiner ersten Hosts lebt in Besiktas. Ein geschäftiges, modernes Viertel, das zwei verschieden Gesichter besitzt: eines bei Tage, und eines bei Nacht. Ein Mann bringt seine Einkäufe heim.

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Mein CS-Host H'Can plus Freundin. H'Can hat Politikwissenschaften studiert und sich mit zwei seiner Freunde zu einer Kommune zusammengeschlossen, die Kommunismus im Kleinen praktizieren.

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Abendliches Istanbul. Bei der Größe der Stadt lässt sich Smog kaum vermeiden. Immerhin liefert er schöne Farben beim Sonnenuntergang.

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Ein Ausflug zu den Prinzeninseln mit Anni und Özlem, zwei Mädels, denen ich eines Tages auf der Straße begegnete.

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Sonnenuntergang bei der Rückfahrt von den Inseln.

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Anni vor dem Bahnhof Haydarpaşa. Dieser Bahnhof ist Anfang des letzten Jahrhunderts von einem deutschen Architekten erbaut worden...

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genau wie die Mole vor ihm.

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Ein Samowar im Abendlicht. Tee ist überall erhältlich und wird in Massen genossen. Im Hintergrund mein nächster Host, der Ahmet.

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Mit Ahmet machte ich einen Spaziergang am südlichen Ufer vor Bostancı. Dort waren Angler zu Gange.

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Das Ufer des Marmarameers ist einer der wenigen Parks Istanbuls. Dort kann man Drachen steigen lassen.

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Mit Ahmet unternahm ich einen Ausflug zum See Sapancas östlich von Istanbul. Dort kündigt eine Nuss das Kommen des Herbstes an.

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Diesen Gitarrenspieler trafen wir erstmal am See.

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Impressionen des Grüns der Berge um Sapanca.

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Eine Traube.

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Auf dem Rückweg nahmen wir einen Schulbus. Die Schüler sind sehr neugierig und bald wanderte meine Kamera durch den Bus. Als ich sie wieder bekam war dieses Foto darauf. Fotograf: unbekannt.

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Ich hatte ja vor mich auf einen Job in Istanbul zu bewerben. Ein paar schöne Bewerbungsfotos hat die Lea von mir gemacht.

Nach einem Monat der Suche musste ich jedoch einsehen, dass mir dieses Vorhaben nicht so einfach gelingen würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Türkische Unternehmen, auch die Niederlassungen Deutscher Firmen in der Türkei, suchen fast ausschließlich Mitarbeiter, die fließend Türkisch sprechen. Damit kam ich nicht in Frage. Weitere Positionen als Sprachlehrer o.Ä. waren bereits vergeben, da das neue Semester bereits begonnen hatte.

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Im Gegenzug habe ich Leas schöne grüne Augen fotografiert.

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Die Fähren über den Bosphorus bilden den ruhenden Gegenpol zu dem rauschenden Verkehr Istanbuls. Ihre geschickten Anlegemanöver beeindrucken mich jedesmal aufs Neue. (Ich bin sicher nicht der Erste, der das behauptet.)

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Die Fähre nach Kadıköy.

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William, der erste und einzige Radler, den ich in Istanbul traf, bei einem Tee mit Narghile (Wasserpfeife).

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Rosa und die Lea auf der Fähre.

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Eine Häuserschlucht im Viertel Galata.

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Rosa & Mona sind zwei Iranerinnen, die ganz allein eine Reise nach Istanbul unternommen haben. Zum Abschied ihres einwöchigen Aufenthalts kochten sie uns ein leckeres traditionell Iranisches Essen.

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Die Vorbereitung nahm mehr Zeit in Anspruch als geplant. Dies ließ viel Zeit für Gespräche in guter alter Erasmusmanier.

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Mona und Resa sind Bahas, eine religiöse Minderheit aus dem Iran. Als das Essen fertig war konnten also auch sie mit Wein anstoßen. Rosa hat trotzdem Vorlieb mit Tee genommen.

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Das Warten hat sich gelohnt: es gab einen herrlichen Fleischeintopf mit Reis sowie einen Tzatziki mir Rosinen.

  One Response to “Die Stadt, die keinen Namen braucht – Teil 1”

  1. Hi J,

    nachdem ich dein(en) Blog lange vergessen hatte, habe ich gerade mal aufgeholt und glücklicherweise auch gleich einen frischen Beitrag mitgenommen.

    Was ist denn jetzt dein Alternativplan für den Winter (in Deutschland)?

    Gruß,
    M

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