Oct 112011
 

Die Nacht bei Ciprian und seinen Freunden war kurz gewesen. Am nächsten Morgen war das Provisorium am Rad durch ein Funkionstüchtiges ersetzt worden. Es konnte also weitergehen. So machte ich mich nach einem herzlichen Abschied daran Transsilvanien mit dem Rad zu erobern.

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Diesen Hirten begegnete ich gleich ausserhalb Sebes. Das Hirtentum ist in dieser archaischen Form noch weit verbreitet. Ich sollte noch vielen Hirten auf meinem Weg nach Süden begegnen. Dieser Hirte gefiel mir besonders wegen seinem kräftigen Schnurrbart und seiner ruhigen Aura.

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Ein Esel stößt sich kein zweites Mal am gleichen Stein. Denkste! Nach einem tollen Mittagessen kam mir die Idee, die Schrauben am Hinterrad noch mal festzuziehen...

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... und voilà das Ergebnis! Die gleiche Schraube wie beim ersten Mal war gebrochen, bloß halt die andere Seite. Auf genau gleiche Art und Weise, und das irgendwo mitten im rumänischen Nirgendwo. Mann, war ich sauer. Zum Glück hatte ich aber die provisorische Schraube aufgehoben. Da ich jetzt wusste, was zu tun war, war der Schaden schnell behoben. Trotzdem war ab jetzt das Fahren wieder ein Tanz auf Eiern.

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So schön die Landschaft mit ihren sanften Hügeln auch war: Mit einem labilen Hinterrad lässt sie sich kaum genießen. Mehrmals musste ich anhalten, und die Schrauben wieder nachziehen (ohne sie jedoch wieder alle abzubrechen).

Die nächste Station war Sibiu, eine der größten Städte Transsilvaniens. Dort wollte ich mir Ersatz für alle meine Schrauben besorgen, bevor mir so etwas noch ein drittes Mal passiert.

Es gibt ganze 5 – fünf – Fahrradläden in Sibiu. Da sollte man doch bei mindestens einem fündig werden, oder nicht? Falsch gedacht. Als ich auch den Letzten durch hatte, kannte ich zwar sämtliche Attitüden Rumäniens: von geradezu xenophober ‘Kann ich nicht, komm morgen wieder.’ Mentalität bis hin zu überschwenglicher Hilfsbereitschaft, aber die Ersatzschrauben hatte ich immer noch nicht.
Hartnäckig versuchte ich es als nächstes in einem Geschäft für Kettensägen und Gartengeräte. Und siehe da: tatsächlich hatten sie die passenden Schrauben da. Die mussten zwar etwas gekürzt werden, und sehen vielleicht nicht ganz so schnieke aus wie der Rest des Rads. Aber mal ehrlich: wen interessiert das Aussehen des Rads, wenn man unterwegs ist? Es soll fahren, und das tut es bis heute.

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In jeder größeren Stadt Rumäniens gibt es tolle Gemüsemärkte, wo regional Erzeugtes günstig an den Mann gebracht wird. Von Wallnüssen, Kohl, Bohnen, Knoblauch über Paprika findet man hier alles. Auf dem Bild rechts seht ihr Maina, mein CouchSurfing Host in Sibiu.

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Scharfe Paprika in allen Farben und Formen.

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Sibiu ist eine sehr schöne Stadt. Deshalb kommen Verlobte von überall her um zu heiraten. Damit auch kein Moment für später verloren geht scheint man lieber einen Fotografen zu viel als zu wenig zu engagieren. Ich war mal so frei mich dazu zu gesellen.

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Eine typische Szene der Sibiu'schen Innenstadt. Sibiu war früher eine sächsische Stadt, und noch immer findet man dort eine beträchtliche deutschsprachige Minderheit.

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Mein Host Maina ist Französin, die gerade ein Praktikum in Sibiu absolviert. Sie ist sehr pfiffig und hat einen urkomischen Wäscheständer. Not macht halt erfinderisch.

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Die Begriffe 'Straße' und 'Mit dem Auto befahrbar' werden in Rumänien etwas weiter gefasst. Deshalb ist die Kutsche zum Teil immer noch Transportmittel der Wahl, da einfach geländetauglicher als der durchschnittliche Dacia. Man beachte das Schlagloch unter der Kutsche.

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Die Familie auf der Kutsche war sehr freundlich. Die Mutter forderte mich geradezu auf von ihr ein Bild zu machen.

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Auch der Sohn wollte ein Bild. Er hat ein sehr enges Verhältnis zu dem Fohlen, das neben der Kutsche herlief.

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Noch uneins, in welche Richtung ich genau weiterfahren sollte: nach Norden Richtung Sighisoara oder doch nach Osten zur Transfagarasan, traf ich diese beiden Geschwister aus Deutschland. Sie machten eine Transsilvanien-Rundreise. Da wir in die gleiche Richtung wollten, entschlossen uns ein Stück gemeinsam zu fahren. Sie waren auf dem Weg zur legendären Transfagarasan-Strecke. Damit war die Entscheidung gefallen.

Die Transfagarasan-Straße, oder kurz ‘Transfagarasan’ ist eine Hochstraße, die Ceausescu um 1970 aus militärischen Erwägungen unter ungemein hohem Material- und Personaleinsatz in den Berg hauen ließ. Inoffizielle Zahlen legen den Tod von über 400 Strafgefangenen und Soldaten bei ihrem Bau nahe. Sie ist die höchste vollständig asphaltierte Straße Rumäniens: in nur 34 km führt sie von 350 Metern ohne Umschweife hoch bis zum Pass in 2030 Metern Höhe. Deshalb ist sie nur 5 Monate pro Jahr befahrbar und eine der dramatischten Straßen Europas.

Die tiefen Spurrillen auf dem Weg sollten sich später noch rächen. Kurz vor Ankunft am Fuße der Transfagarasan rutschte einer der beiden Brüder in eine solche ab und schlitzte sich dabei böse das Schienbein an einem Stein auf. Der Riss musste noch in der Nacht wieder in Sibiu im Krankenhaus behandelt werden. Auf dem Land, dort wo wir waren, war weit und breit kein Arzt aufzutreiben. Manchmal lobe ich mir dann doch Deutschland.

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Aufgrund der Verletzung mussten die Geschwister ihren Gipfelsturm leider vertagen. So brach ich früh morgens allein mit leichtem Gepäck auf zum Pass. Es war der 27. September, seit genau einem Monat fuhr ich jetzt Rad (war es wirklich erst ein Monat?). Dieser Pass sollte mir jedenfalls ein schönes Jubiläumsgeschenk sein.

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Klare Ansagen, gleich zu Beginn. Dies ist nichts für Familienausflüge.

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Das Licht der aufgehenden Sonne streifte die angrenzenden höchsten Berge Rumäniens.

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Irgendwo auf der Mitte des Anstiegs findet man diese Ruine. Das auf ihr gemalte Graffito passte haargenau zu der Situation eines Radlers, der den Pass erklimmt: Wenn nämlich Lance Armstrong sich daran machte mit voller Kraft einen Pass hochzuklettern und dabei aus dem Sattel ging, sagten die Menschen er 'tanze'. Dieser Gedanke spornte mich nur noch mehr an.

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Auf ca. 1700m konnte man die Grenze zwischen zwei Atmosphärenschichten als dünne Linie erkennen.

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Der Blick auf diese Wahnsinnsstrecke mit ihren zig Serpentinen, ca 100m unter Passhöhe.

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Passfoto! Mensch, war ich stolz! Gesamtzeit des Anstiegs: 4 Stunden, 35 Minuten. Hinab ins Tal brauchte ich gerade mal 45 Minuten.

Das Gefühl eine solche Straße hochgefahren zu sein ist berauschend. Ich genoss es allein, aber in vollen Zügen an der frischen Bergluft mit einem guten Picknick. Nach dem Abstieg holte ich meine übrigen Sachen ab und fuhr weiter zu meinen nächsten Stationen: Fagaras und Brasov.

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Der Weg dorthin führte mich durch spektakuläre Täler, wo Höfe oben auf den Hügeln standen.

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Kurz vor Brasov liegt Rasnov. Nicht ganz uneitel haben die Menschen eine Art Hollywood-Schriftzug an ihre Zitadelle angebracht. Nur halt mit dem Schriftzug 'Rasnov', natürlich.

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Mit diesem Typen, den ich in Brasov traf, verstand ich mich blendend. In seinem von Sorgen und zuviel Alkohol schon früh gealterten Körper befand sich ein großer Geist mit Vorlieben für Philosophie, Musik und russischer Literatur. Wir führten tolle Gespräche. Er erlaubte mir von ihm ein Porträt zu machen.

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Weiter Richtung Wallachei. Jetzt überquerte ich die Karpaten tatsächlich. Hier fiel ein Sonnenstrahl durch die Wolken auf ein Stück Straße weiter unten.

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Der Pass wäre erreicht. Hier machten viele LKW kurz Rast. Viele ältere LKW aus Westeuropa werden noch gebrauchstüchtig günstig nach Osteuropa verkauft. Dort leisten sie noch lange ihren Dienst. Das freut rumänische Unternehmer.

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Die Wallachei. Der Unterschied zum im Vergleich reichen Transsilvanien ist unverkennbar. Ich passierte dort einige Szenen schreiender Armut. Dies ist ein ausgetrockneter Brunnen kurz ausserhalb eines Dorfes.

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Diesen beiden Kumpanen begegnete ich auf einer Autobahnbaustelle.

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Sie waren lustig drauf und zeigten mir ausführlichst den Weg.

In der Wallachei machte ich halt in der Stadt Ploiesti und einem kleinen Dorf namens Sarulesti-Gara. Beide nicht besonders sehenswert, um ehrlich zu sein.

Und dann sah ich sie zum zweiten Mal auf dieser Tour: Sie war kräftig gewachsen, und bei ihrer Tour durch Ungarn, Serbien und Rumänien war sie ziemlich braun geworden: die Donau.
Ich überquerte sie mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge. Es waren zwei aussergewöhnliche Wochen in Rumänien gewesen. Dieses Land, mit seiner Schönheit, in Natur und Menschen, war mir in dieser Zeit stark ans Herz gewachsen. Es wird sicher nicht mein letztes Mal in diesem tollen Land gewesen sein.

Vor mir lag Bulgarien – ein altes Königreich, das lange von den Osmanen beherrscht worden ist. Alle behaupteten: Rumänien und Bulgarien, das sei beides das Gleiche. Stimmt das?

Davon mehr im nächsten Post,
schöne Grüße,
Johannes Bondzio

Oct 052011
 

Einst “Kornkammer Europas”, dann Sowjetischer Satellitenstaat unter Ceausescu: Was ist Rumänien heute?

Für mich war es mein erstes Mal in Rumänien. Über dieses Land hört man ja eine Menge Vorurteile. Kurz nach Verlassen Berlins hatte ich bereits das zweifelhafte Vergnügen einen älteren Radler zu treffen, der mich warnte: “In Rumänien musst du aufpassen: Da wohnen nur Langfinger!”.
Schöne Aussichten. Auch in Ungarn wurde ich entsprechend vorkonditioniert: Man warnte mich vor den verrückten Autofahrern, dem Unzustand der Straßen, und dass dort alles voller krimineller Zigeuner sei.
Ich dachte mir bloß: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ich ließ mich nicht beirren und fuhr an einem windigen Sonntag über die Grenze.

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Gleich zu Anfang fiel mir auf, dass die EU mächtig Geld in die rumänische Infrastruktur pumpt. Überall wurden Straßen erneuert und ausgebaut. An einem Sonntag trauen sich dann auch Fahrradfahrer auf die Bahn.

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Der südliche Grenzbereich von Ungarn zu Rumänien ist landwirtschaftlich geprägt.

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Kulturschock Rumänien: Das, was bei der Ernte an Unverwertbarem übrig bleibt, wird schlichtweg verbrannt. Der Rauch verdunkelte z.T. die Sonne. Es war unheimlich. Erst viel später sollte ich begreifen, dass die Felder gezielt und mit viel Kunstfertigkeit abgefackelt werden. So düngt man und spart sich gleichzeitig die Pestizide gegen das Ungeziefer.

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Nach einer meiner längsten Etappe soweit (145km mit Gegenwind) erreichte ich am Abend meine erste Station: Timisoara. Ich hatte die Strecke schlichtweg unterschätzt. Ich war am Ende. Ich schwor mir dies nicht noch einmal zu wiederholen. Dieses Foto entstand am nächsten Tag.

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Die Diva: Lorena, eine Bekannte aus Nizza.

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Monica und Ceyda. Ebenfalls bekannt aus Nizza. Monica wohnt in Timisoara und beherbergte mich für zwei Nächte. Mit ihr gab es meine erste Einführung in die Transsilvanische Küche. Klößchen mit Maisbrei. Mais ist in Rumänien Grundnahrungsmittel.

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Kleines Klischeefoto. Keine Angst, nicht ganz Rumänien sieht so aus. Hier war bloß eine Baustelle, die mich aber mächtig aufgehalten hat.

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Mihai, mein erster CouchSurfing-Host. Mihai lebt mit seiner Mutter und seinem Hund Sin in einem Haus, das er gerade renoviert. Er war sehr nett und hatte eine charmante Freundin. Seine Mutter ist jedoch mit den ganzen Neuerungen seit der Revolution vor zwanzig Jahren merklich nicht mehr mitgekommen.

Am Tag der Abfahrt warnte mich Mihai noch vor allzu freundlichen Rumänen und Zigeunern. Die Abneigung gegen diese Bevölkerungsgruppe wird übrigens von allen offen kundgetan. Ich solle mich vor denen hüten. Und prompt geschah es. Noch vor dem Ortsausgang an einer Steigung stoppte mich ein Auto mit drei Typen drin. Einer von ihnen, muskulös und über und über tätowiert, stieg aus und fragte nach meiner Route. Er kam mir näher, lenkte mich geschickt ab und nahm dabei wohl das Handy aus meiner Tasche. Aufgefallen ist mir das dann erst zwei Stunden später. Und ich wunderte mich noch, weshalb ihr Auto plötzlich wendete. Da war der Johannes ganz schön naiv. Und ganz schön sauer, als er es feststellte.
Ein Glück traf er darauf die äußerst hilfsbereite Andrea, die mir Internet und Telefon zur Verfügung stellte.

Die Hilfsbereitschaft in Rumänien sollte ich auch im Folgenden noch zu schätzen lernen.

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Diese Kilometersteine findet man an jeder Hauptstraße in Rumänien. Sie sind verlässliche Wegweiser.

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Ein schön gelegenes Dorf auf dem Weg nach Deva.

Auf dieser Landstraße kam ich nach Deva:

Schön, nicht wahr? Danach stand der Entschluss fest lieber die etwas längere Strecke über’s Land zu fahren…

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Kurz vor Deva gibt es ein Kraftwerk direkt an der Hauptstraße. Diese beiden Jungs hier schienen die Straße bewachen zu wollen.

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Kabelsalat am Umspannwerk.

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Mein CouchSurfing-Host in Deva, Gabriel (kurz: Gabi).

Gabi ist PhD-Student und verdient sich sein karges Gehalt als Sportlehrer an einer Schule. Wieviel? Gerade mal 200€. Davon geht die Hälfte für Nahrung drauf, die andere Hälfte für die Miete. Deshalb hat er, wie die meisten Rumänen, mehrere Einkommensquellen. Er hat zum Beispiel von seiner Großmutter zwei Wohnungen geerbt, von denen er die Miete bezieht. Andere haben noch ein kleines Geschäft nebenbei oder vertreiben Produkte. Trotzdem schafft er es nur gerade so über die Runden zu kommen.
Sehr beeindruckt hat mich seine Art zu reisen: Er kauft sich günstig Flugtickets zu einem Ort und schaut dann erst wie er dort unterkommt. Couchsurfing bietet ihm dazu eine günstige Plattform. Aus Wenigem so viel zu machen war beispielhaft.

Gabi klagte mir sein Leid über das rumänische Bildungssystem. Es sei chronisch unterfinanziert, und die wichtigen Stellen würden nach wie vor mittels Vetternwirtschaft mit unqualifizierten Personen besetzt. Die Folge ist, dass auch zunächst hochmotivierte Lehrkräfte wie der Gabi irgendwann jegliche Eigeninitiative verlieren und nur noch das tun, was sie wirklich müssen.
Dies geht natürlich auch an den Kindern nicht spurlos vorbei. So wird es wohl noch ein paar Generationen dauern, bis dieser sowjetische Geist wieder aus den Köpfen verschwunden ist.

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Und dann war es passiert: meine erste Panne. Zum Spannen der Kette und befestigen des Hinterrads muss man diese Schrauben festziehen. Vom vielen Gerüttel war eine wohl müde geworden und brach beim leichten Berühren. Zum Glück passierte all das noch in der Wohnung Gabis, so dass wir uns bald auf die Ersatzteilsuche machen konnten.

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Mein geliebtes Rad: Kaputt!

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Nach einiger Suche wurden wir bei einem Fahrradmechaniker fündig. Die Schraube (die Dicke, rechts am Rahmen) war zu groß, sie ließ sich nicht ordentlich festziehen, aber es hielt für's Erste. Große Erleichterung machte sich breit.

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Es war bereits später Nachmittag, als das Rad repariert war. So blieb ich eine Nacht länger bei Gabi und wir besichtigten ein prächtiges Ungarisches Schloss in Hunedoara.

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Eine Innenansicht des Schlosses.

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Am nächsten Morgen ging es früh los gen Sebes. Der nahe gelegene Fluss tauchte alles in einen dichten Nebel, der sich als Tau auf meine Haare niederließ.

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Mystische Szenen im Nebel.

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Die Verkehrsschilder in Rumänien sind höchst inhomogen. Man hat den Eindruck, dass die Kommunen blanko-Schilder bekommen, die sie dann je nach Verwendungszweck ausmalen. Was sich der Künstler bei diesem Schild wohl gedacht hat? Achtung Nilpferde?

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Ein Schuljunge, dem ich auf der Straße begegnete.

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Party in Sebes. Mein nächster Host, Ciprian, nahm mich mit auf eine Berghütte, wo wir mit seinen Freunden einen schönen Abend verbrachten. Dies sind zwei seiner Kumpel.

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Je später es wurde, desto ausgelassener wurde die Stimmung. Es wurde getanzt, gesungen und gelacht.

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Sie hatte tolle Augen.

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Gegen Ende kochte uns mein Host einen herrlichen Gulasch über dem Holzfeuer.

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Der nächste Morgen. Diesen Anzug fanden wir in der Hütte. Ciprian spielte den Gangster.

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Jeder nahm jeden auf den Arm. So blieb dies auch nicht Ciprian erspart 🙂

Das Provisorium am Rad wurde jetzt am nächsten Morgen beim lokalen Fahrradhändler ersetzt durch eine stabilere Lösung. Damit konnte die Reise weiter gehen.
Ich brach auf Richtung dem Herzen Transsilvaniens. Sächsische Städte mit deutscher Minderheit, Irrsinns-Pässe über die Karpaten und letztlich die Wallachei warteten auf mich. Davon jedoch im nächsten Teil.

Schöne Grüße,
Johannes Bondzio